Von Thing-Feiern zu Karl-May-Festspielen: Die Geschichte der Freilichtbühne
15.09.2026 von – Uhr
Dr. Wolfgang Jansen
Am 23. April 1934 traf sich der Leiter der kurmärkischen Reichspropagandastelle Alfred Lindemann mit zwölf Gemeindevertretern des Gaues Kurmark und dem geschäftsführenden Vorsitzende des „Reichsbunds der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele“ Wilhelm Carl Gerst zur Gründung der „Kurmärkischen Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung“. Der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und Gauleiter Wilhelm Kube hatte zuvor die Errichtung von 14 neuartigen Freilichtspielstätten, sogenannten Thingplätzen, angeordnet, die es zu realisieren galt. Sie hatten den Sinn, wie es hieß, „an kultischen Stätten völkischen Erlebens eine neue Form des künstlerischen Erlebens im nationalsozialistischen Geist zu schaffen.“ Nach Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrags gab Lindemann, frischer Vorsitzender des Aufsichtsrats, den anwesenden Bürgermeistern mit auf den Heimweg, „in gewohnter Disziplin an die Arbeit zu gehen.“
Am schnellsten bei der Umsetzung der verabredeten Bauvorhaben war die Havelstadt Werder: am Südrand des Stadtparks, in unmittelbarer Nähe zum Gedenkort für die Gefallenen im Ersten Weltkrieg, dem sogenannten „Heldenhain“, entstand in den folgenden gut zwölf Monaten die erste Thingstätte Brandenburgs. Werder schrieb Theatergeschichte.
Der Vortrag schildert die besondere Charakteristik der Bühne, die Entwicklung des Spielplans und den zeitgeschichtlichen Kontext.
Ein Service der TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH: Weitere Informationen zu Reisen, Ausflügen und Veranstaltungen in Brandenburg
Veranstaltungsort
Schützenhaus
Uferstraße 10
14542 Werder (Havel)
Veranstalter
Heimatverein Werder (Havel) e.V.
Werderwiesen 1
14542 Werder (Havel)
Telefon: +49 03327 45 340
E-Mail:
Homepage: https://www.heimatverein-werder-havel.de/
